Review of: Der Bankraub

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On 31.03.2020
Last modified:31.03.2020

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Der macht oder nicht, wie er tatschlich zur Naruto-Animeserie.

Der Bankraub

Directed by Urs Egger. With Franz Dinda, Joachim Król, Justus von Dohnányi, Ulrike Kriener. Karsten Stockhecker. Karsten Stockhecker Der ankraub - - Karsten Stockhecker DER BANKRAUB Dieses ebook wurde erstellt bei. Front Cover. Der verzweifelte Werner Kreye fährt mit seinem Auto in voller Absicht auf den Chefbanker Draeger zu, der seinem Sohn zu einer Karriere verholfen hat.

Der Bankraub Besetzung und Stab

Harter Brocken: Der Bankraub ist ein deutscher Kriminalfilm von Andreas Senn aus dem Jahr Er wurde von der H & V Entertainment GmbH im Auftrag von​. Der verzweifelte Werner Kreye fährt mit seinem Auto in voller Absicht auf den Chefbanker Draeger zu, der seinem Sohn zu einer Karriere verholfen hat. "Der Bankraub", der Film im Kino - Inhalt, Bilder, Kritik, Trailer, Kinoprogramm sowie Kinostart-Termine und Bewertung bei TV tyfaine.eu Ausgerechnet der integre Gesetzeshüter Frank Koops wird von seiner alten Freundin Simone Schmidt gezwungen, bei einem Banküberfall. Ausgerechnet der integre Gesetzeshüter Frank Koops wird von seiner alten Freundin Simone Schmidt gezwungen, bei einem Banküberfall mitzumachen, um​. Karsten Stockhecker. Karsten Stockhecker Der ankraub - - Karsten Stockhecker DER BANKRAUB Dieses ebook wurde erstellt bei. Front Cover. Directed by Urs Egger. With Franz Dinda, Joachim Król, Justus von Dohnányi, Ulrike Kriener.

Der Bankraub

"Der Bankraub", der Film im Kino - Inhalt, Bilder, Kritik, Trailer, Kinoprogramm sowie Kinostart-Termine und Bewertung bei TV tyfaine.eu Karsten Stockhecker. Karsten Stockhecker Der ankraub - - Karsten Stockhecker DER BANKRAUB Dieses ebook wurde erstellt bei. Front Cover. Ausgerechnet der integre Gesetzeshüter Frank Koops wird von seiner alten Freundin Simone Schmidt gezwungen, bei einem Banküberfall mitzumachen, um​. Der Bankraub

Writer: Martin Rauhaus. Added to Watchlist. Watched s. Deutsches Kino. Use the HTML below. You must be a registered user to use the IMDb rating plugin.

Edit Cast Cast overview, first billed only: Franz Dinda Helmut Draeger Ulrike Kriener Helga Kreye Bernadette Heerwagen Nina Phillips Herbert Knaup Harald Kühnen Anna Drijver Hillary Bleacher Godehard Giese Add the first question.

Country: Germany. Language: German. Color: Color. Edit page. November Streaming Picks. Holiday Picks.

What to Stream on Prime Video. Clear your history. Martin Kreye. Werner Kreye. Helmut Draeger. Harald Mertens. Er macht alles richtig.

Tim arbeitet seit über zehn Jahren als Ingenieur, zuletzt ist er Corporate Business Development Manager, sie bauen Banken, Bürogebäude, und er ist beliebt.

Es gibt Angebote von der Konkurrenz. Es ist das gängige amerikanische Denken: Die Banken geben Geld, die Bürger nehmen es und geben es aus.

Schulden sind Lebensstil, und in diesen späten Neunziger Jahren klettern sie höher und höher hinauf, und die Sparquote sinkt tiefer und tiefer.

Sie liegt jetzt bei zwei Prozent landesweit, es kommt etwas ins Rutschen in Amerika. Die Leute benutzen jetzt Häuser wie Kreditkarten, verschulden sich aufs Wohneigentum, und warum auch nicht?

Der Boom - oder ist es eine Blase? Es werden jetzt jedes Jahr rund 1,5 Millionen neue Privathäuser in den USA gebaut, und trotzdem steigen die Preise weiter und weiter, im Landesdurchschnitt um satte acht Prozent, in den Ballungszentren, an den Küsten noch schneller.

Wer seine eigenen vier Wände schon besitzt, wird reich im Schlaf. Und er kann sich nach Belieben Geld holen von der Bank, jedes Jahr mehr.

Neben der Eingangstür rammen sie eine amerikanische Flagge in die Wand. Neue Rohre werden verlegt, unten gibt es jetzt eine Dusche, oben ein zweites Kinderzimmer.

Alexandria wird geboren, Erics kleine Schwester, sie nennen sie Allie. Das renovierte Haus wird als Sicherheit angeführt im Kreditvertrag, als Marktwert stehen da " K", das sind Tim Smith macht alles richtig.

Dov Seidman, der Philosoph und Unternehmensberater, hat geheiratet, er hat einen Sohn, und er ist ausgestiegen aus der Juristenwelt, hat eine Firma gegründet, LRN, fünf Mitarbeiter nur.

Eine Unternehmensberatung. Er sagt: "Wenn du Hypotheken nimmst und weiterreichst, also von den Kreditnehmern räumlich entfernst und irgendwo zu Bündeln mit anderen Hypotheken verschnürst, entpersönlichst du das ursprüngliche Geschäft.

Du kappst Verbindungen. Und du ignorierst in ebendiesem Moment das Wesen der Globalisierung, nämlich dass alles mit allem vernetzt ist.

Du kannst ja gar keine Verbindungen mehr kappen, alles kommt irgendwann zurück, weil alles einen Effekt auf alles hat.

Du wettest auf Häuser in Ohio und kannst damit die Volkswirtschaft Islands ruinieren. Es sollte dir klar sein. Führende Mitarbeiter der Kirche treffen sich zu ihrer Herbstsynode.

Die Synode ist eine Art Kirchenparlament, hier werden grundsätzliche Entscheidungen getroffen. Die Finanzierung der Kirche ruht grundsätzlich auf zwei Säulen: der Kirchensteuer, die in Oldenburg etwa 80 Prozent der Einkünfte ausmacht, und den Einnahmen aus dem Kirchenvermögen.

Die Mitglieder der Synode haben Grund zu Sorge. Die Zahl der Kirchenmitglieder schrumpft, und ihre Altersstruktur entwickelt sich schwierig: Immer mehr Rentner und Alte gehören der Kirche an, die wenig oder gar keine Kirchensteuer zahlen, entsprechend stark sinken die Einnahmen.

Bis dahin hat die Landeskirche ihr Vermögen absolut unspektakulär investiert: in Bundesanleihen, Sparverträge. Wenn aber die Börsenkurse stiegen und immer weiter stiegen: War es dann nicht konsequent, dass auch die Kirche irgendwie von diesem Boom profitierte?

Es werden nicht mehr nur Kreditversicherungen verpackt, es wird jetzt alles mit allem verwurstet. Es ist, als witterten die Banker eine Gefahr, als steuerten sie leise, sacht schon dagegen an, als streuten sie ihr Risiko weiter und immer weiter.

Die neuen Produkte wie Bistro veränderten "grundsätzlich die Art, in der Banken Kreditrisiken bewerten, verwalten, übertragen und bilanzieren".

In ihren Worten schwingt die Zeitstimmung mit. Die Konjunktur läuft prächtig. Das Internet eröffnet neue Märkte, überall reden sie von der New Economy, die die alten Industrien ablösen werde.

Doch Blume denkt an seine Rente. Zwei Jahre muss er noch arbeiten. Der Rücken schmerzt, die Gelenke versteifen sich immer öfter. Da passt es gut, dass sein Berater ein "Analysegespräch" vorschlägt.

Der Mann ist neu, er kann nicht wissen, was Blume will. Als Manfred Blume die Filiale verlässt, hat er An dem Geschäft verdient vor allem die Bank.

Schon nach wenigen Jahren wird Blume damit wohl mehr Gebühren bezahlt haben, als er es beim direkten Kauf von Fonds getan hätte.

Das Prinzip versteht er erst, als die Abrechnungen bei ihm im Briefkasten liegen. Dazu kommen noch die Kosten für mehrere kleinere Investitionen in Rentenfonds, zu denen die Bank ihm rät.

Blume gewinnt, Blume verliert. Andrew Donaldson, ein Investmentbanker aus London, hat den Job gewechselt. Er stellt schnell fest, wie sich das Business ändert.

Es gehe nicht mehr um den "optimalen Weg, Risiken zu managen", es geht darum, Profit zu machen. Das Universum des Kreditmarkts, der zehn Jahre zuvor mit überschaubaren Modellen begann, seine schönste Form in "Bistro" gefunden hatte, verwandelt sich in einen Cyberspace.

Unfassbar komplexe Computerprogramme übernehmen das Denken, das Steuern, das Abwägen. Donaldson erinnert sich an Gespräche seines Teams mit den Rating-Agenturen.

Die eigentlichen "Masters of the Universe". Wo niemand mehr die Geschäftsmodelle verstand, wurden sie zu den entscheidenden Türhütern.

Sie stellten die Wegweiser auf, sie gaben am Ende die Anlagetipps. Die deutsche Bankenaufsicht schläft. Die US-Zentralbank spielt mit niedrigen Zinsen.

Warren Buffet fürchtet sich vor "finanziellen Massenvernichtungswaffen". Tim Smith geht es gut. Haben ihn Zweifel gepackt?

Er kehrt in seine Heimatstadt Pittsburgh zurück, die frühere Stahlhochburg, und beginnt einen Job bei PNC Financial Services, einem biederen Bankhaus, das sein Geld unter anderem mit Sparkonten und mittelständischen Geschäftskunden verdient.

Sie kümmert sich inzwischen, so ihr neuer Jobtitel, um die "globale Kreditportfolio-Strategie" der Bank. Es ist eine wirre Zeit. Der Schock des September wirkt in der Wirtschaft nicht lange nach, bald ertrinken die Banken, die Wirtschaft in Liquidität.

Alles Geld, das nicht "arbeitet", das nicht investiert wird, wird weniger und weniger, einfach so. Es ist billiger, sich Geld bei einer Bank zu leihen, Werte zu schaffen, als zu sparen.

Und durch die niedrigen Zinsen sinken auch die Hypothekenzinsen. Und dadurch wird es leichter, sich ein Haus auf Pump zu kaufen, statt wie früher mühsam auf eines hinzusparen.

Eine amerikanische Besonderheit kommt hinzu: Die US-Bürger haben das Recht, eine Hypothek jederzeit abzulösen und eine neue aufzunehmen, was sie auch sofort tun, wenn die Zinsen fallen und billigere Hypothekarverträge in Aussicht sind.

Die Lage der amerikanischen Hausbesitzer in diesen Jahren ist die: Sie werden reich mit ihren Häusern, jedenfalls werden sie sagenhaft kreditwürdig.

Steigt der Wert ihres Hauses von Es fühlt sich an wie ein Rausch. Wie ein amerikanischer Traum. Bald aber haben alle Mittelschichtler ein eigenes Haus und zwei Autos und zwei Bäder und drei Fernseher.

Die Nachfrage nach Krediten könnte stagnieren. Es müssen neue Kundenschichten her, und die Banken und ihre Makler finden sie: Sie entdecken ihr Herz für die Unterschicht.

Für Arbeitslose, mittellose Immigranten, für die "Subprimers". Auch sie sollen sich jetzt Häuser bauen. Autos finanzieren. Sie bekommen wunderbare Konditionen: die ersten zwei Jahre zinsfrei und keine Sicherheiten nötig.

Es entstehen Ninja-Kredite, das steht für: No income, no job, no assets. Aber das Kreditrisiko? Lässt sich verkaufen. Nach Deutschland.

Nach Dubai. Es lässt sich verpacken. Die BayernLB betreibt in Delaware inzwischen ihre zweite Zweckgesellschaft, auch im britischen Steuerparadies Jersey hat sie eine Schattenbank gegründet.

Mai hat hier, im Gebäude des Finanzministeriums, die BaFin ihren Dienst aufgenommen, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Mit der neuen Behörde sollen die Verflechtungen der Kapitalmärkte besser als zuvor erfasst und die Gefahren, die mit dieser Verflechtung verbunden sind, zuverlässiger eingeschätzt werden.

Die BaFin prüft, anders gesagt, ob die Banken angemessen mit ihren Risiken umgehen. Spätestens , sagt Traber heute, habe man bei der BaFin erkannt, dass es sich bei verbrieften Produkten, mit denen immer mehr Banken überall auf der Welt Geschäfte machten, tatsächlich um ein Risiko handelte, das zu einer "systemischen Gefahr" werden kann.

Aber unter Bankern gilt seit je die Devise: "Rules are for fools". Die Kunst besteht darin, das vorhandene Regelwerk auf legalem Weg auszuhebeln.

Wenn die BaFin jetzt, und so früh, die "systemische Gefahr" dieser Praxis erkennt: Warum unternimmt sie nichts?

Warum untersagt sie nicht die Bildung von Zweckgesellschaften an der Bilanz vorbei - wie es etwa die spanische Bankenaufsicht tut?

Gleichzeitig untersteht sie der Rechts- und Fachaufsicht des Finanzministeriums, das macht sie unabhängig von den Banken, aber anfällig für politische Einflussnahme.

In diesen Jahren hatte sich die deutsche Politik vorgenommen, den "Finanzplatz Deutschland" zu stärken und die Entwicklung neuer Finanzprodukte zu fördern.

Eine allzu kritische Bankenaufsicht ist dabei eher hinderlich. Letztlich bestimmt das Finanzministerium, wie mächtig die BaFin sein darf.

Zudem ist die Bankenaufsicht aufgeteilt zwischen BaFin und Bundesbank. Zwischen beiden tobt ein "erbarmungsloser Machtkampf", sagt Traber.

Sachverhalte werden von der einen Behörde ermittelt und von der anderen entschieden, die BaFin, klagt Traber, verkomme mehr und mehr zur "Stempelbehörde" der Bundesbank.

Die BaFin-Mitarbeiter sind frustriert. Zu allem Überfluss mischt die Politik kräftig mit. Sie sorgt für Aufregung, auch in Oldenburg.

Per Rundschreiben wird den Mitgliedskirchen mitgeteilt, dass es im Jahr voraussichtlich ein Drittel weniger Gemeindeangehörige geben werde und 50 Prozent weniger Kirchensteuerzahler.

Bei der Landeskirche Oldenburg spüren die Verantwortlichen, dass der Handlungsdruck zunimmt. Im kirchlichen Haushalt gibt es Ausgaben und Belastungen, die sich nicht reduzieren lassen: die Instandhaltungskosten für die vielen denkmalgeschützten Kirchen oder die Lohnkosten für die aufgeblähte unkündbare Pfarrerschaft.

Die Oldenburger sehen nur einen Ausweg aus dem Dilemma: Wenn man die Ausgaben schon nicht verringern kann, dann muss man die Einnahmen steigern.

Die Oldenburger warten noch. Die Auszeichnung tut gut, das vergangene Jahr war hart. Am Tag der Anschläge vom Seither ziehen die Banker wie Zigeuner durch die Stadt.

Zwischenzeitlich hat die Bank das ganze Sheraton-Hotel in Manhattan gemietet, um in den Restaurants und den Zimmern Notbüros einzurichten.

Die Mitarbeiter mussten zur Heimarbeit angehalten werden, seit März residiert man wieder angemessen, im Wolkenkratzer an der Seventh Avenue, einen Block vom Broadway entfernt.

Es geht jetzt hoffentlich zügig und kontinuierlich wieder aufwärts. Die Auszeichnung, "Bank des Jahres", tut gut.

Der Schwerpunkt liegt in Nordamerika. Das Geschäft ist gut angelaufen. Aber Immobilien sind kein Spaziergang.

In Manhattan steigt die Leerstandsrate auf über 13 Prozent. Es wird nur eine kleine Delle sein. Diese Haltung mag uns übertrieben besorgt erscheinen lassen", schreibt er, aber dann kommt's: "Unserer Ansicht nach sind Derivate finanzielle Massenvernichtungswaffen, und sie bergen Gefahren, die im Augenblick zwar verborgen, potentiell jedoch todbringend sind.

Buffet selbst hat sein Vermögen nach einem einfachen Grundsatz verdient: Er investiert nur in Dinge, die er versteht.

Das hat ihm den Ruf des "Orakels von Omaha" eingebracht. Warum hört die Wall Street diese Warnungen nicht? Warum schreckt die Welt nicht auf?

Die Antwort ist einfach: Die Profite sind zu hoch, das Geschäft läuft zu gut. Es gibt keine Risiken. Smith will sich neu finanzieren.

Sein Vertrag trägt die Nummer Er bekommt Der Zinssatz ist variabel, aber er darf niemals innerhalb eines Halbjahres um mehr als eineinhalb Prozentpunkte angehoben werden.

Das ist eine gefährliche Formulierung, die man in guten Zeiten schon mal übersehen kann. Der Zinssatz beträgt vorerst 8,5 Prozent und "darf 15,5 Prozent nicht übersteigen".

Aber die Zinsen steigen ja nicht in Amerika, nur Immobilienwerte steigen, das ist so und wird so bleiben. Er macht schon alles richtig.

Beobachter bezeichnen den Schachzug als riskant. Einige Analysten raten zum Kauf und rechnen mit einem Kursanstieg auf bis zu 18 Euro.

Bis Mitte Dezember legt der Wert um mehr als die Hälfte zu. Schon bald darauf erzielt die Bank Gewinne. In einer ersten Roadshow für die Investoren spricht die HRE im Dezember davon, "in Rekordzeit" eine "neue Gruppe" geschaffen zu haben, die mehr an der Abwicklung einzelner Deals interessiert sei als an einer Rolle als Hausbank.

Kritikern begegnet der als zurückhaltend geltende Banker zunehmend direkt: "Wer eine Aktienstory nicht versteht, sollte das Papier auch nicht kaufen", sagt er.

Der Kaufpreis bleibt geheim, doch Experten gehen von einem Bruchteil der Kreditsumme aus. Die Kreditmärkte kommen wieder in Schwung, trotz Irak-Krieg.

Aber unmerklich, unauffällig noch, zeichnet sich ein Überangebot auf dem Häusermarkt ab. Die Leerstandsquote bei Wohneigentum, für die ein historischer Mittelwert von 1,5 Prozent für gesund angenommen wird, klettert zwischenzeitlich auf fast zwei Prozent.

Im Basler Ausschuss, der alle drei Monate tagt, macht sich leise Furcht breit. Was ist, wenn alles nur eine Blase wäre? Tim Smith wird arbeitslos und hat auf einmal Schulden bei der Deutschen Bank.

Dov Seidman sinniert über Nachhaltigkeit. Die Landeskirche Oldenburg macht eine falsche Bewegung. Tim Smith mochte Lockwood Greene sehr.

Aber dann kam das Angebot von Belcan, der Konkurrenz. Mehr Geld, mehr Ruhm, und Tim sagte zu. Ein knappes Jahr später muss Belcan das Geschäft aufgeben.

Und Tim ist arbeitslos. Und Kelley Smith, seine Ehefrau, möchte gern abfangen, was sie abfangen kann. Aber Delta Airlines geht es schlecht.

Keiner Fluglinie geht es gut in Amerika. Kelley kann nur noch wenige Stunden arbeiten, sie fängt als Krankenschwester an, parallel.

Die Kinder erfahren nichts. Die Eltern liegen nachts wach und reden. Das Haus ist schön geworden, sie haben jetzt ein Jacuzzi, und kirschfarben ist das zweite Bad.

Aber sie haben nichts gespart, das Leben ist teuer. Es geht schnell hinab, sehr schnell, wenn man Schulden mit neuen Schulden begleicht.

Tim schickt noch Schecks an New Century, aber nicht mehr pünktlich. Und nicht mehr über die vollen Beträge. Woher nehmen? Die Deutsche Bank kauft Kreditverträge in Ohio auf.

Es geht ihr nicht um ein einzelnes Haus, um eine einzelne Hypothek. Sie kauft die Verträge zu Tausenden, bündelt sie zu Paketen und verkauft diese an Investoren.

Als Treuhänderin der Investoren kassiert sie Gebühren dafür, oder Zinsen, oder beides, es lohnt sich. Er erfährt auch, dass seine Raten gestiegen sind, weil er zuletzt weniger zahlen konnte.

Pro Monat schuldet er nun ,18 Dollar. Die Bank nennt die Erhöhung eine "Hilfe". Damit er die Rückstände aufholen kann.

Das Fachblatt "Crain's" zählt sie zu den einflussreichsten Nachwuchsmanagern von New York, sie ist eine von "Forty under 40". Masters sei eine Managerin, die "durch ihre Leidenschaft inspiriert".

Bei JP Morgan ist man nicht weniger stolz auf sie. Auf dem Kreditverbriefungsmarkt bestünden für Deutschland "strukturelle Wachstumsmöglichkeiten", schreibt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group in einer Studie.

Teilnehmer einer Fachtagung über "Unternehmensrestrukturierung in Deutschland" bemerken in Deutschland einen wachsenden Markt für den Handel mit "leistungsgestörten Aktiva": Das Geschäft mit faulen Krediten - urteilen sie - komme dem Bedürfnis vieler deutscher Banken entgegen, "Ballast abzuwerfen".

Die Restrukturierung des Deutschlandgeschäfts sei damit abgeschlossen, sagt Vorstandschef Georg Funke.

In einem Interview sagt er: "Ich möchte unser Geschäft mit Hypothekenkrediten ausbauen. In diesem Bereich haben wir in den USA neue Kapitalmarktprodukte entwickelt, die wir gern international anbieten möchten.

Und man müsse im Geschäft mit Hypothekenkrediten "direkt an den Endverbraucher" heran. Es wird ein gutes Jahr für Lehman Brothers, ein sehr gutes.

Das bringt Geld. Der Verwaltungsrat habe den "Gesamtüberblick" verloren, die Funktionsfähigkeit der internen Revision sei "beeinträchtigt". Noch schlimmer beschreiben sie den Zustand der von den Sachsen ausgegründeten Zweckgesellschaften.

Sie halten zusammen 30 Milliarden Euro in hochriskanten Wertpapieren. Dabei wussten viele um den zweifelhaften Wert der Ratings.

Bereits am In einem Bericht des Kreditrisikomanagements stellten die Experten der Bank fest, dass "die verfügbaren Statistiken wesentlich durch zurückgezogene Ratings beschönigt sind, deren Häufigkeit z.

Tim Smith muss unterschreiben, dass er zusätzlich Er unterschreibt. Das Geld aber hat er nicht. Seine Gesamtschulden belaufen sich jetzt auf Kelley Smith kommt vom Einkaufen, nimmt die Post aus dem Briefkasten.

Werbung, Werbung, Werbung - und: eine Karte. Von einem Computer beschrieben, rot abgestempelt für 23 Cent. Kelly Newton-Smith et al" steht da.

Es ist die Androhung der Zwangsvollstreckung. Smith ist nur froh, dass die Kinder die Karte nicht gesehen haben. Er geht durch sein Haus, das immer schöner geworden ist in den guten Jahren.

Und nun das Ende? Hinausgeworfen von einer Bank - aus Deutschland? In der Klageschrift steht, fällig und unbezahlt sei die Summe von Muss die Deutsche Bank das beweisen?

Die Deutsche Bank sagt, so sei es eben. Und Tim Smith sagt, er habe das alles nicht gewusst. Dass die Deutsche Bank seine Geschäftspartnerin sei, dass die Deutsche Bank wiederum einen Dienstleister zwischengeschaltet habe.

Die Programme melden, ob Geld eingegangen ist. Ist welches eingegangen? Ist keines angekommen? Noch besser. Das treibt die Gebühren nach oben.

Smith teilte uns mit, dass er überlegte, Konkurs anzumelden Die Kreditnehmer beantragten eine Modifizierung des Vertrags.

Die Modifizierung wurde zugestanden. Der Zinssatz wurde auf acht Prozent gesenkt, und eine Forderung von ,80 Dollar wurde fallengelassen.

Es sei das erste und letzte Mal, dass die Parteien konstruktiv miteinander geredet hätten, sagt Tim. Titanium soll vermitteln, soll mit Litton Loan reden, soll das Leben der Familie Smith in Zukunft wieder zu einem amerikanischen Leben machen.

Der Anfang ist eine Selbstauskunft, das amerikanische Leben der Gegenwart ist erniedrigend geworden. Sie sitzen im Wohnzimmer, das Licht gedimmt, sie schreiben:.

Die Kosten: Zins und Tilgung , Unterhaltung Haustiere Einkäufe Benzin etc. Autofinanzierung Kreditkarte a Kreditkarte b Arztkosten Kabelfernsehen Strom Telefon und Mobiltelefon plus Wasser Das glauben sie immer noch.

Litton Loan fordert Aber wie soll das gehen? Sie kontern mit einem Scheck: Dollar. Ein Friedensangebot. Ein anderes Mal schreibt Litton Loan, es lägen keine Verträge über ausreichende Versicherungen für das Haus vor; der Kreditvertrag verpflichte zu diesen Versicherungen.

Tim Smith sagt, da habe er geweint. Die US-Wirtschaft wächst robust um 3,5 Prozent. Doch der Präsident der New Yorker Zentralbank, Timothy Geithner, empfiehlt den Banken, sich auf "Fat Tails" einzustellen - ein Begriff, mit dem Statistiker extrem negative Ereignisse bezeichnen, die häufiger vorkommen, als es die üblichen Bankenmodelle errechnen.

Sie machen das Unwahrscheinliche viel wahrscheinlicher. Die festverzinslichen Anleihen des Konzerns, mit denen er sich im Wesentlichen finanziert, stürzen im Wert.

In dieser rasenden Abwärtsspirale bildet sich in Miniatur die Kettenreaktion ab, die später das Weltsystem zum Wackeln bringt; es ist die Kette des Misstrauens zu besichtigen, die Wertpapiere plötzlich entwertet.

Nicht nur die CDOs stürzen im Wert, auch die Credit Default Swaps, die in ihnen stecken, die angeblichen Kreditversicherungen, müssen einen ersten Belastungstest bestehen.

Sie lernen nun, dass es das Risiko doch noch gibt. Sie verlieren Geld. Trotz allen "Swappens". Diese Versicherungskontrakte gibt es inzwischen beinahe für jeden Konzern der Welt.

Das Geschäftsvolumen ist innerhalb weniger Jahre auf mehrere Billionen Dollar hochgeschnellt. Dem weltweit mächtigsten Währungshüter, dessen Niedrigzinspolitik die Verschuldungsorgie befeuert hatte, wurde es mulmig.

Der so schön konstruierte Risikotransfer würde platzen. Damit sprach der Notenbanker schon früh den Kern des Problems an: Es wurden Kreditrisiken wie Streubomben rund um den Globus verteilt, aber niemand wusste, welche bei wem am Ende landen würden.

In der Vergangenheit hat die Landeskirche ihr Vermögen vor allem sicher angelegt. Jetzt diskutieren die Ausschussmitglieder, was unter "Sicherheit" überhaupt zu verstehen sei.

Fortan, lautet der Beschluss, will man sich an internationalen Anlagekriterien orientieren. Der Finanzausschuss empfiehlt, "die Geldanlagen der Landeskirche, begleitet durch den Finanz- und Anlageausschuss, schrittweise auf der Basis des bankenüblichen Ratings weiterzuentwickeln.

Die Kirche folgt damit den marktüblichen Bonitätseinstufungen der Rating-Agenturen. Letzteres ist die letzte Stufe, die als "investment grade" noch durchgeht.

Darunter kommt, was Finanzleute "junk" nennen, Müll, Abfall. Offiziell sagt man: Solche Anlagen seien "spekulativ". Der Antrag wird, bei zwei Enthaltungen, angenommen.

Das Risiko, so scheint es der Kirche, ist überschaubar. Tatsächlich lassen sich die Anlageexperten der Landeskirche von dem Wort "Anleihe" täuschen.

Tatsächlich handelt es sich bei der Cobold-Anleihe um eine sogenannte Credit Linked Note, bei der die Höhe der Rückzahlung von vielen Bedingungen abhängt, die vertraglich vereinbart werden.

Es kann schon zu Ausfällen kommen, wenn nur ein einziger Wert im Korb wackelt. Ein wichtiger Baustein sind Credit Default Swaps, Kreditausfallversicherungen, an denen sich die Bonität ablesen lässt.

Für den Fall, dass bei einer der fünf Banken ein "Kreditereignis" eintritt, eine Insolvenz etwa oder eine Schuldenrestrukturierung, falle die hundertprozentige Rückzahlung aus, so steht es in der Produktinformation.

In diesem Fall wird die Anleihe jenes Unternehmens geliefert, das zuerst ausgefallen ist. Die Produktinformation ist nicht leicht zu lesen. In Manhattan sinken die Wohnungspreise im dritten Quartal um 13 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr.

Es geschieht, was einige wenige Ökonomen seit geraumer Zeit prognostiziert haben. Die Blase platzt. Ein Rückgang der Bonuszahlungen an der Wall Street könnte so ein Ereignis sein, klein, aber wirkmächtig: Die immensen Boni der Investmentbanker stützen immerhin den Markt für Luxusgüter und Luxuswohnungen.

Aber selbst Alan Greenspan, der Chef der amerikanischen Notenbank, hat in seiner Abschlussrede auf der traditionellen Sommerkonferenz der Fed in Jackson Hole vor einem möglichen Einbruch bei den Häuserpreisen gewarnt.

Aber auch das ist ein Fehlurteil. Der Boom wird sich nicht abschwächen. Er wird zusammenbrechen. Die deutschen Landesbanken hatten in diesem Jahr, in dem sich in den USA die ersten Krisensymptome zeigten, noch mal Milliarden in riskante Papiere gesteckt.

Sie hatten sich mit billigen Krediten eingedeckt, weil sie zukünftig - so hatte es in einem Beschluss der EU-Kommission gestanden - mit Privatbanken gleichgestellt werden: Die Staatsgarantie entfiel und somit der Zugriff auf billiges Geld.

Dov Seidman, der Philosoph und Firmenchef, in San Francisco geboren, in Israel aufgewachsen, beginnt nun, um den Globus zu reisen, um für eine neue Wirtschaftsmoral zu werben.

Vielleicht ist es das Unbehagen der Leute, vielleicht so etwas wie Angst - Seidman, der seit Jahren schon warnt, ist gut im Geschäft als Vortragsreisender.

Er sagt: "Wir brauchen Regulierung, das ist ja keine Frage mehr. Seidman glaubt, dass sich die Kultur der Kapitalisten verändern müsse.

Nämlich wenn Angestellte bereit sind, etwas zu riskieren. Ohne Risiko keine Innovation, das eine bedingt das andere.

Wann bin ich bereit, etwas zu riskieren? Wenn ich Vertrauen spüre, nur dann. Ohne Vertrauen kein Selbstvertrauen, kein Risiko.

Er sagt: "Die wirkliche Währung unserer Zeit ist Beständigkeit. Eigentlich ist alles ganz einfach. Wenn wir die Vernunft des Menschen voraussetzen, dürfte es Finanzkrisen nicht geben.

Tim Smith würde gern mit der Deutschen Bank sprechen, aber er kommt nicht durch. Niemand zuständig.

Niemand da. Tims und Kelleys Unterschriften sind darauf, die Unterschriften aber sind falsch. Es ist ganz leicht zu erkennen, hier steht "Kelly" und nicht "Kelley".

Eine Zwangsversteigerung wird angesetzt für den Januar Tim und Kelley bezahlen die Anwälte. Es ist alles, was sie haben, aber es ist nicht genug.

Es fühlt sich trist an, elend, wenn man Tims Notizen liest: Er fragt nach Geld, bei anderen Banken, bei Verleihern, er notiert jeden Kaffee, "Starbucks 9 Dollar", er hat keine Chance mehr.

Die Briefe kommen nun immer schneller: Zahlen Sie. Sie haben 45 Tage. Danach versteigern wir Ihr Haus.

Und es hilft ja nicht, wenn man nervös durchs Leben hastet. Im Dezember wird ihm ein Bonus versprochen, er braucht diesen Bonus, Weihnachten kommt, die sechs Partner der Firma behalten die Bonuszahlungen lieber für sich.

Manfred Blume investiert jetzt in Lehman. Die Oldenburger Landeskirche stockt ihr Risiko-Portfolio auf.

Der IKB geht es sehr schlecht. Der Hypo Real Estate geht es sehr gut. Lehman Brothers stoppt das Subprime-Geschäft.

Tim Smith erstickt an seinen Schulden. Es drohe eine baldige "Neubewertung" von Vermögenswerten. Am Ende des Jahres werden Kreditabsicherungen, also jene "Credit Default Swaps", im Gesamtvolumen von 57,9 Billionen Dollar gehandelt, mit denen Kredite angeblich versichert, gehedgt, gedeckt werden.

Die Summe entspricht ungefähr der gesamten Weltwirtschaftsleistung des Jahres. Auch die amerikanischen Finanzunternehmen Pimco und Blackrock kaufen ab Anfang bestimmte Schuldeninstrumente nicht mehr.

Als Manfred Blume am Morgen nach seinem siebzigsten Geburtstag, am 6. Februar , zu Hause aufwacht, bleibt er etwas länger im Bett als gewöhnlich.

Wenige Tage zuvor, am 1. Februar, hat ihm sein alter Arbeitgeber die letzte Rate der betrieblichen Altersvorsorge überwiesen, in die er 42 Jahre lang einbezahlt hat.

Mit Zinsen beläuft sich der Gesamtbetrag auf rund Um Viertel nach zwölf ruft sein Bankberater an. Er redet von "Papieren", in die Blume investieren soll.

Wir müssen uns schnell entscheiden. Als er nach zehn Minuten den Hörer auflegt, hat er für Am Telefon. Blume hat den Erklärungen seines Bankberaters nicht nur zugehört, er hat sich auch ein paar Notizen gemacht.

Von Zertifikaten und Amerika war im Gespräch gar keine Rede. Er habe 25 Stück "Treas. ZT 07 Erst einige Tage später befällt Blume eine leichte Unruhe.

Er ruft in seiner Filiale an und bestellt "Informationen über die Lehman-Papiere". Kurze Zeit später schickt ihm die Bank einen achtseitigen, mit einer Klammer zusammengehaltenen Farbausdruck.

Sie ist im Grün der Dresdner Bank hinterlegt. Der vorletzte Punkt der "Risiken"-Liste erklärt, was die Anlage in Lehman-Zertifikate eigentlich riskant macht: "Im Falle einer Insolvenz der Emittentin könnte es sein, dass der Anleger nur eine geringe oder keine Zahlung erhält und sein eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verliert.

Das Risiko: gleich null. Nach ihren Angaben handelt es sich um erstklassig besicherte Anlagen. Juni und noch einmal am Niemand sieht darin eine Gefahr.

Lehman gilt in der Bankenwelt als erstklassige Adresse, "solid like a rock", solide wie ein Fels. Im Übrigen teilt die Bank am 3. August mit, vom US-Subprime-Markt nicht betroffen zu sein.

Aber bald kursieren Gerüchte, dass das gelogen ist. Es wird ein genereller Ankaufsstopp für amerikanische Hypothekenpapiere beschlossen.

Der Bestand an "forderungsbesicherten Wertpapieren" liegt bei über 32 Milliarden Euro. Sie bereden, was bislang niemandem aufgefallen war: dass die IKB in eine dramatische Schieflage geraten ist.

Es geht um 8,1 Milliarden Euro, vielleicht mehr. Es geht um die Existenz einer wichtigen Mittelstandsbank.

Die Deutsche Bank hatte die Bankenaufsicht alarmiert. Sie braucht schnell Geld und will es sich leihen, wenige Tage vor dem Krisengipfel, von der Deutschen Bank.

Aber Ackermanns Leute sind dagegen. Sie trauen der IKB nicht mehr, nachdem sie jahrelang gut, sehr gut vom Geschäft mit ihr gelebt haben.

Es braucht eine konzertierte Rettungsaktion. Der Vorstand beruhigt, es gebe keine Probleme. Aber in den folgenden Tagen tritt ein, womit niemand gerechnet hatte.

Die Sachsen LB trifft es am härtesten. Ihren irischen Ablegern brechen nun im Tagestakt zwei- bis dreistellige Millionenbeträge weg.

Der Vorstand muss per Eilbeschluss hastig frische Liquidität bereitstellen. Aber es ist schon zu spät. Ormond Quay, die Schattenbank, taumelt.

Nun muss das Land Sachsen einstehen. Es hat eine Garantieerklärung für die irischen Sachsen unterschrieben.

Vorstandschef Funke sagt am 6. Hypothekenfinanzierer kündigen die Entlassung von insgesamt Mitarbeitern an. Trotzdem geht Lehman einkaufen.

Er sagt: "Nein, es gibt keine Vertrauenskrise der Banken. Entweder haben viele Investoren einfach die Produkte nicht verstanden.

Oder sie haben nicht damit gerechnet, dass die Preise so stark schwanken würden. Wir haben doch nicht besonders komplexe Produkte ausgebrütet und sie dann unseren Kunden aufgedrängt.

Das kommt zwar auch vor, ist aber die Ausnahme. Die meisten Produkte, die wir schaffen, sind auf Wunsch unserer Kunden entstanden, um Risiken abzusichern oder bestimmte Wertpapiere zu verbriefen.

Die Anleger haben höhere Risiken akzeptiert, um höhere Rendite zu erreichen. Erst jetzt haben die Leute die Risiken wahrgenommen. August von 4,1 auf zeitweise 4,7 Prozent.

Sie horten ihr Geld. Der Interbanken-Markt bricht zusammen, er stirbt ab, obwohl die Europäische Zentralbank EZB , die amerikanische und die japanische Notenbank ständig frisches Geld frei machen.

Gibt es eine Liquiditätskrise? Oder ist es eine Vertrauenskrise? Welche Bank hat welche Kreditpapiere? Wer muss wie viele Verluste aus Derivaten abschreiben?

Wer steckt in der Subprime-Krise? Und wer steckt dahinter? Tim und Kelley Smith sind mit Sie müssen künftig ,20 Dollar zahlen, Monat für Monat.

Wenn sie ihr Haus behalten wollen. Ein neuer Vertrag also, sechs Seiten. Ein neuer Sargnagel. Tim unterschreibt. Sie überweist das Geld über Western Union, 12,95 Dollar Gebühren, aber dafür geht die Überweisung schneller als mit den üblichen Schecks; dann ist das Geld weg, die Dollar, wie verschluckt, sie bekommen keine Bestätigung, keinen Dank, nichts.

Und dann: "Borr Auth Elect Fee". Einmal, zweimal, immer wieder. Er ruft Litton Loan an, erreicht Anrufbeantworter, immer wieder erreicht er nur diese verdammten Maschinen.

Und niemand ruft zurück. Dann: "Inspection Fee". Neunmal 9,50, dann 11 Dollar. Smith teilte uns mit, dass sie kein Guthaben besitzen, um irgendwelche Zahlungen zu leisten.

Der Termin: Januar , 11 Uhr, im Büro des Bezirkssheriffs. Frohe Weihnachten. George W. Bush kündigt Hilfen für über eine Million Hausbesitzer an, die von der Zwangsräumung bedroht sind.

Tim Smith profitiert davon nicht. Es geht um 3,4 Milliarden Dollar. Die Citigroup schreibt im dritten Quartal 6,5 Milliarden Dollar ab.

Er hat die Entwicklung seit Jahren kommen sehen. Seine Analysen sind gefragt wie nie zuvor. Roubini warnt seit vor den Konsequenzen der Subprime-Krise.

Kaum ein Bereich, sagt Roubini, werde von dem Kreditvirus verschont bleiben. Er muss sich die Frage anhören, ob es solche Zyklen nicht schon immer gegeben habe, warum glaube er denn, dass diesmal alles so schlimm kommen werde?

Der Unterschied, sagt Roubini, liege darin, dass das amerikanische Finanzsystem zu einem intransparenten, unverständlichen Organismus mutiert ist.

Am Ende dieser Verbriefungskette stehe ein Instrument, "komplex, exotisch, illiquide, mit dem ein Voodoo-Finanzsystem erschaffen wird".

Die Welt gerät ins Wanken. Tim Smith verklagt die Deutsche Bank. Die BaFin macht sich rar. Die Hypo Real Estate braucht auf einmal Nothilfe. Lehman Brothers ebenso.

Januar gibt die Hypo Real Estate bekannt, Millionen Euro abgeschrieben zu haben, die sie in strukturierte Finanzprodukte investiert hatte.

Der Markt reagiert entsetzt. Das ganze Vorjahr lang hatte Funke wiederholt, dass seine Bank von der Krise nicht betroffen sei. Er sagt: "Unser Team hat einen super Job gemacht.

September Anwaltsrechnungen: ,50 Dollar. Kelley fragt, was er von Scheidung hält. Die Frage: an wen? Wie denn, in dieser Zeit? Ohio ist schwer getroffen von der Krise.

Manche werden niederbrennen, andere geplündert, und vor jedem zweiten Haus steckt ein Schild im Sand: "For Sale".

Aber es gibt keine Käufer mehr und keinen Markt, Darum lassen die Menschen ihre Häuser einfach zurück, sie ziehen aus und fort, keiner kennt die neue Adresse, sie versuchen, sie hoffen, in der Obdachlosigkeit wenigstens den Schulden zu entkommen.

Das Ende einer Idee. In Cleveland, Ohio, lässt sich das Scheitern einer Kultur besichtigen oder, so kann man es auch sagen, das, was die Wirtschaftskrise aus einer funktionierenden Kultur macht.

Er hat graue Haare, einen Oberlippenbart, er spricht von "Epidemien" und "Katastrophen", von "Verbrechern" und " Vor sechs Jahren aber war der Immobilienmarkt derart überhitzt, so viele Häuser so grotesk überbewertet, dass Makler und Banker nach neuen Kunden suchten.

Jeder erhielt einen Kredit, der in die Nähe eines Geldinstituts kam, ohne Rücklagen, ohne Arbeitsnachweis.

Darum hat Gott die Mietwohnung erfunden", sagt Jim Rokakis. In Cleveland konnte sich jeder seinen Vertrag zurechtlügen, denn die Kreditmakler verdienten umso mehr Geld, je höher die Kredite waren.

No income, no job, no assets. Dass ein paar Menschen nicht zurückzahlen würden, war einkalkuliert; dass das System nicht funktionieren konnte, weil viel zu viele Menschen nicht zurückzahlen konnten, hatte keiner erwartet.

Der Bankraub. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Clear your Troll 1986. Sendetermin Sie will ….

Der Bankraub Der Bankraub Video

NEO UNLEASHED - DER BANKRAUB (prod. by Vendetta) ❌ Official Music Video ❌ Albumrelease 16.11.18

Für Arbeitslose, mittellose Immigranten, für die "Subprimers". Auch sie sollen sich jetzt Häuser bauen. Autos finanzieren.

Sie bekommen wunderbare Konditionen: die ersten zwei Jahre zinsfrei und keine Sicherheiten nötig. Es entstehen Ninja-Kredite, das steht für: No income, no job, no assets.

Aber das Kreditrisiko? Lässt sich verkaufen. Nach Deutschland. Nach Dubai. Es lässt sich verpacken. Die BayernLB betreibt in Delaware inzwischen ihre zweite Zweckgesellschaft, auch im britischen Steuerparadies Jersey hat sie eine Schattenbank gegründet.

Mai hat hier, im Gebäude des Finanzministeriums, die BaFin ihren Dienst aufgenommen, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Mit der neuen Behörde sollen die Verflechtungen der Kapitalmärkte besser als zuvor erfasst und die Gefahren, die mit dieser Verflechtung verbunden sind, zuverlässiger eingeschätzt werden.

Die BaFin prüft, anders gesagt, ob die Banken angemessen mit ihren Risiken umgehen. Spätestens , sagt Traber heute, habe man bei der BaFin erkannt, dass es sich bei verbrieften Produkten, mit denen immer mehr Banken überall auf der Welt Geschäfte machten, tatsächlich um ein Risiko handelte, das zu einer "systemischen Gefahr" werden kann.

Aber unter Bankern gilt seit je die Devise: "Rules are for fools". Die Kunst besteht darin, das vorhandene Regelwerk auf legalem Weg auszuhebeln. Wenn die BaFin jetzt, und so früh, die "systemische Gefahr" dieser Praxis erkennt: Warum unternimmt sie nichts?

Warum untersagt sie nicht die Bildung von Zweckgesellschaften an der Bilanz vorbei - wie es etwa die spanische Bankenaufsicht tut? Gleichzeitig untersteht sie der Rechts- und Fachaufsicht des Finanzministeriums, das macht sie unabhängig von den Banken, aber anfällig für politische Einflussnahme.

In diesen Jahren hatte sich die deutsche Politik vorgenommen, den "Finanzplatz Deutschland" zu stärken und die Entwicklung neuer Finanzprodukte zu fördern.

Eine allzu kritische Bankenaufsicht ist dabei eher hinderlich. Letztlich bestimmt das Finanzministerium, wie mächtig die BaFin sein darf.

Zudem ist die Bankenaufsicht aufgeteilt zwischen BaFin und Bundesbank. Zwischen beiden tobt ein "erbarmungsloser Machtkampf", sagt Traber.

Sachverhalte werden von der einen Behörde ermittelt und von der anderen entschieden, die BaFin, klagt Traber, verkomme mehr und mehr zur "Stempelbehörde" der Bundesbank.

Die BaFin-Mitarbeiter sind frustriert. Zu allem Überfluss mischt die Politik kräftig mit. Sie sorgt für Aufregung, auch in Oldenburg.

Per Rundschreiben wird den Mitgliedskirchen mitgeteilt, dass es im Jahr voraussichtlich ein Drittel weniger Gemeindeangehörige geben werde und 50 Prozent weniger Kirchensteuerzahler.

Bei der Landeskirche Oldenburg spüren die Verantwortlichen, dass der Handlungsdruck zunimmt. Im kirchlichen Haushalt gibt es Ausgaben und Belastungen, die sich nicht reduzieren lassen: die Instandhaltungskosten für die vielen denkmalgeschützten Kirchen oder die Lohnkosten für die aufgeblähte unkündbare Pfarrerschaft.

Die Oldenburger sehen nur einen Ausweg aus dem Dilemma: Wenn man die Ausgaben schon nicht verringern kann, dann muss man die Einnahmen steigern.

Die Oldenburger warten noch. Die Auszeichnung tut gut, das vergangene Jahr war hart. Am Tag der Anschläge vom Seither ziehen die Banker wie Zigeuner durch die Stadt.

Zwischenzeitlich hat die Bank das ganze Sheraton-Hotel in Manhattan gemietet, um in den Restaurants und den Zimmern Notbüros einzurichten.

Die Mitarbeiter mussten zur Heimarbeit angehalten werden, seit März residiert man wieder angemessen, im Wolkenkratzer an der Seventh Avenue, einen Block vom Broadway entfernt.

Es geht jetzt hoffentlich zügig und kontinuierlich wieder aufwärts. Die Auszeichnung, "Bank des Jahres", tut gut.

Der Schwerpunkt liegt in Nordamerika. Das Geschäft ist gut angelaufen. Aber Immobilien sind kein Spaziergang. In Manhattan steigt die Leerstandsrate auf über 13 Prozent.

Es wird nur eine kleine Delle sein. Diese Haltung mag uns übertrieben besorgt erscheinen lassen", schreibt er, aber dann kommt's: "Unserer Ansicht nach sind Derivate finanzielle Massenvernichtungswaffen, und sie bergen Gefahren, die im Augenblick zwar verborgen, potentiell jedoch todbringend sind.

Buffet selbst hat sein Vermögen nach einem einfachen Grundsatz verdient: Er investiert nur in Dinge, die er versteht. Das hat ihm den Ruf des "Orakels von Omaha" eingebracht.

Warum hört die Wall Street diese Warnungen nicht? Warum schreckt die Welt nicht auf? Die Antwort ist einfach: Die Profite sind zu hoch, das Geschäft läuft zu gut.

Es gibt keine Risiken. Smith will sich neu finanzieren. Sein Vertrag trägt die Nummer Er bekommt Der Zinssatz ist variabel, aber er darf niemals innerhalb eines Halbjahres um mehr als eineinhalb Prozentpunkte angehoben werden.

Das ist eine gefährliche Formulierung, die man in guten Zeiten schon mal übersehen kann. Der Zinssatz beträgt vorerst 8,5 Prozent und "darf 15,5 Prozent nicht übersteigen".

Aber die Zinsen steigen ja nicht in Amerika, nur Immobilienwerte steigen, das ist so und wird so bleiben. Er macht schon alles richtig.

Beobachter bezeichnen den Schachzug als riskant. Einige Analysten raten zum Kauf und rechnen mit einem Kursanstieg auf bis zu 18 Euro.

Bis Mitte Dezember legt der Wert um mehr als die Hälfte zu. Schon bald darauf erzielt die Bank Gewinne. In einer ersten Roadshow für die Investoren spricht die HRE im Dezember davon, "in Rekordzeit" eine "neue Gruppe" geschaffen zu haben, die mehr an der Abwicklung einzelner Deals interessiert sei als an einer Rolle als Hausbank.

Kritikern begegnet der als zurückhaltend geltende Banker zunehmend direkt: "Wer eine Aktienstory nicht versteht, sollte das Papier auch nicht kaufen", sagt er.

Der Kaufpreis bleibt geheim, doch Experten gehen von einem Bruchteil der Kreditsumme aus. Die Kreditmärkte kommen wieder in Schwung, trotz Irak-Krieg.

Aber unmerklich, unauffällig noch, zeichnet sich ein Überangebot auf dem Häusermarkt ab. Die Leerstandsquote bei Wohneigentum, für die ein historischer Mittelwert von 1,5 Prozent für gesund angenommen wird, klettert zwischenzeitlich auf fast zwei Prozent.

Im Basler Ausschuss, der alle drei Monate tagt, macht sich leise Furcht breit. Was ist, wenn alles nur eine Blase wäre? Tim Smith wird arbeitslos und hat auf einmal Schulden bei der Deutschen Bank.

Dov Seidman sinniert über Nachhaltigkeit. Die Landeskirche Oldenburg macht eine falsche Bewegung. Tim Smith mochte Lockwood Greene sehr.

Aber dann kam das Angebot von Belcan, der Konkurrenz. Mehr Geld, mehr Ruhm, und Tim sagte zu. Ein knappes Jahr später muss Belcan das Geschäft aufgeben.

Und Tim ist arbeitslos. Und Kelley Smith, seine Ehefrau, möchte gern abfangen, was sie abfangen kann. Aber Delta Airlines geht es schlecht.

Keiner Fluglinie geht es gut in Amerika. Kelley kann nur noch wenige Stunden arbeiten, sie fängt als Krankenschwester an, parallel.

Die Kinder erfahren nichts. Die Eltern liegen nachts wach und reden. Das Haus ist schön geworden, sie haben jetzt ein Jacuzzi, und kirschfarben ist das zweite Bad.

Aber sie haben nichts gespart, das Leben ist teuer. Es geht schnell hinab, sehr schnell, wenn man Schulden mit neuen Schulden begleicht.

Tim schickt noch Schecks an New Century, aber nicht mehr pünktlich. Und nicht mehr über die vollen Beträge. Woher nehmen? Die Deutsche Bank kauft Kreditverträge in Ohio auf.

Es geht ihr nicht um ein einzelnes Haus, um eine einzelne Hypothek. Sie kauft die Verträge zu Tausenden, bündelt sie zu Paketen und verkauft diese an Investoren.

Als Treuhänderin der Investoren kassiert sie Gebühren dafür, oder Zinsen, oder beides, es lohnt sich.

Er erfährt auch, dass seine Raten gestiegen sind, weil er zuletzt weniger zahlen konnte. Pro Monat schuldet er nun ,18 Dollar. Die Bank nennt die Erhöhung eine "Hilfe".

Damit er die Rückstände aufholen kann. Das Fachblatt "Crain's" zählt sie zu den einflussreichsten Nachwuchsmanagern von New York, sie ist eine von "Forty under 40".

Masters sei eine Managerin, die "durch ihre Leidenschaft inspiriert". Bei JP Morgan ist man nicht weniger stolz auf sie. Auf dem Kreditverbriefungsmarkt bestünden für Deutschland "strukturelle Wachstumsmöglichkeiten", schreibt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group in einer Studie.

Teilnehmer einer Fachtagung über "Unternehmensrestrukturierung in Deutschland" bemerken in Deutschland einen wachsenden Markt für den Handel mit "leistungsgestörten Aktiva": Das Geschäft mit faulen Krediten - urteilen sie - komme dem Bedürfnis vieler deutscher Banken entgegen, "Ballast abzuwerfen".

Die Restrukturierung des Deutschlandgeschäfts sei damit abgeschlossen, sagt Vorstandschef Georg Funke. In einem Interview sagt er: "Ich möchte unser Geschäft mit Hypothekenkrediten ausbauen.

In diesem Bereich haben wir in den USA neue Kapitalmarktprodukte entwickelt, die wir gern international anbieten möchten. Und man müsse im Geschäft mit Hypothekenkrediten "direkt an den Endverbraucher" heran.

Es wird ein gutes Jahr für Lehman Brothers, ein sehr gutes. Das bringt Geld. Der Verwaltungsrat habe den "Gesamtüberblick" verloren, die Funktionsfähigkeit der internen Revision sei "beeinträchtigt".

Noch schlimmer beschreiben sie den Zustand der von den Sachsen ausgegründeten Zweckgesellschaften. Sie halten zusammen 30 Milliarden Euro in hochriskanten Wertpapieren.

Dabei wussten viele um den zweifelhaften Wert der Ratings. Bereits am In einem Bericht des Kreditrisikomanagements stellten die Experten der Bank fest, dass "die verfügbaren Statistiken wesentlich durch zurückgezogene Ratings beschönigt sind, deren Häufigkeit z.

Tim Smith muss unterschreiben, dass er zusätzlich Er unterschreibt. Das Geld aber hat er nicht. Seine Gesamtschulden belaufen sich jetzt auf Kelley Smith kommt vom Einkaufen, nimmt die Post aus dem Briefkasten.

Werbung, Werbung, Werbung - und: eine Karte. Von einem Computer beschrieben, rot abgestempelt für 23 Cent. Kelly Newton-Smith et al" steht da.

Es ist die Androhung der Zwangsvollstreckung. Smith ist nur froh, dass die Kinder die Karte nicht gesehen haben.

Er geht durch sein Haus, das immer schöner geworden ist in den guten Jahren. Und nun das Ende? Hinausgeworfen von einer Bank - aus Deutschland?

In der Klageschrift steht, fällig und unbezahlt sei die Summe von Muss die Deutsche Bank das beweisen? Die Deutsche Bank sagt, so sei es eben.

Und Tim Smith sagt, er habe das alles nicht gewusst. Dass die Deutsche Bank seine Geschäftspartnerin sei, dass die Deutsche Bank wiederum einen Dienstleister zwischengeschaltet habe.

Die Programme melden, ob Geld eingegangen ist. Ist welches eingegangen? Ist keines angekommen? Noch besser. Das treibt die Gebühren nach oben.

Smith teilte uns mit, dass er überlegte, Konkurs anzumelden Die Kreditnehmer beantragten eine Modifizierung des Vertrags. Die Modifizierung wurde zugestanden.

Der Zinssatz wurde auf acht Prozent gesenkt, und eine Forderung von ,80 Dollar wurde fallengelassen. Es sei das erste und letzte Mal, dass die Parteien konstruktiv miteinander geredet hätten, sagt Tim.

Titanium soll vermitteln, soll mit Litton Loan reden, soll das Leben der Familie Smith in Zukunft wieder zu einem amerikanischen Leben machen.

Der Anfang ist eine Selbstauskunft, das amerikanische Leben der Gegenwart ist erniedrigend geworden. Sie sitzen im Wohnzimmer, das Licht gedimmt, sie schreiben:.

Die Kosten: Zins und Tilgung , Unterhaltung Haustiere Einkäufe Benzin etc. Autofinanzierung Kreditkarte a Kreditkarte b Arztkosten Kabelfernsehen Strom Telefon und Mobiltelefon plus Wasser Das glauben sie immer noch.

Litton Loan fordert Aber wie soll das gehen? Sie kontern mit einem Scheck: Dollar. Ein Friedensangebot. Ein anderes Mal schreibt Litton Loan, es lägen keine Verträge über ausreichende Versicherungen für das Haus vor; der Kreditvertrag verpflichte zu diesen Versicherungen.

Tim Smith sagt, da habe er geweint. Die US-Wirtschaft wächst robust um 3,5 Prozent. Doch der Präsident der New Yorker Zentralbank, Timothy Geithner, empfiehlt den Banken, sich auf "Fat Tails" einzustellen - ein Begriff, mit dem Statistiker extrem negative Ereignisse bezeichnen, die häufiger vorkommen, als es die üblichen Bankenmodelle errechnen.

Sie machen das Unwahrscheinliche viel wahrscheinlicher. Die festverzinslichen Anleihen des Konzerns, mit denen er sich im Wesentlichen finanziert, stürzen im Wert.

In dieser rasenden Abwärtsspirale bildet sich in Miniatur die Kettenreaktion ab, die später das Weltsystem zum Wackeln bringt; es ist die Kette des Misstrauens zu besichtigen, die Wertpapiere plötzlich entwertet.

Nicht nur die CDOs stürzen im Wert, auch die Credit Default Swaps, die in ihnen stecken, die angeblichen Kreditversicherungen, müssen einen ersten Belastungstest bestehen.

Sie lernen nun, dass es das Risiko doch noch gibt. Sie verlieren Geld. Trotz allen "Swappens". Diese Versicherungskontrakte gibt es inzwischen beinahe für jeden Konzern der Welt.

Das Geschäftsvolumen ist innerhalb weniger Jahre auf mehrere Billionen Dollar hochgeschnellt. Dem weltweit mächtigsten Währungshüter, dessen Niedrigzinspolitik die Verschuldungsorgie befeuert hatte, wurde es mulmig.

Der so schön konstruierte Risikotransfer würde platzen. Damit sprach der Notenbanker schon früh den Kern des Problems an: Es wurden Kreditrisiken wie Streubomben rund um den Globus verteilt, aber niemand wusste, welche bei wem am Ende landen würden.

In der Vergangenheit hat die Landeskirche ihr Vermögen vor allem sicher angelegt. Jetzt diskutieren die Ausschussmitglieder, was unter "Sicherheit" überhaupt zu verstehen sei.

Fortan, lautet der Beschluss, will man sich an internationalen Anlagekriterien orientieren. Der Finanzausschuss empfiehlt, "die Geldanlagen der Landeskirche, begleitet durch den Finanz- und Anlageausschuss, schrittweise auf der Basis des bankenüblichen Ratings weiterzuentwickeln.

Die Kirche folgt damit den marktüblichen Bonitätseinstufungen der Rating-Agenturen. Letzteres ist die letzte Stufe, die als "investment grade" noch durchgeht.

Darunter kommt, was Finanzleute "junk" nennen, Müll, Abfall. Offiziell sagt man: Solche Anlagen seien "spekulativ". Der Antrag wird, bei zwei Enthaltungen, angenommen.

Das Risiko, so scheint es der Kirche, ist überschaubar. Tatsächlich lassen sich die Anlageexperten der Landeskirche von dem Wort "Anleihe" täuschen.

Tatsächlich handelt es sich bei der Cobold-Anleihe um eine sogenannte Credit Linked Note, bei der die Höhe der Rückzahlung von vielen Bedingungen abhängt, die vertraglich vereinbart werden.

Es kann schon zu Ausfällen kommen, wenn nur ein einziger Wert im Korb wackelt. Ein wichtiger Baustein sind Credit Default Swaps, Kreditausfallversicherungen, an denen sich die Bonität ablesen lässt.

Für den Fall, dass bei einer der fünf Banken ein "Kreditereignis" eintritt, eine Insolvenz etwa oder eine Schuldenrestrukturierung, falle die hundertprozentige Rückzahlung aus, so steht es in der Produktinformation.

In diesem Fall wird die Anleihe jenes Unternehmens geliefert, das zuerst ausgefallen ist. Die Produktinformation ist nicht leicht zu lesen.

In Manhattan sinken die Wohnungspreise im dritten Quartal um 13 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr. Es geschieht, was einige wenige Ökonomen seit geraumer Zeit prognostiziert haben.

Die Blase platzt. Ein Rückgang der Bonuszahlungen an der Wall Street könnte so ein Ereignis sein, klein, aber wirkmächtig: Die immensen Boni der Investmentbanker stützen immerhin den Markt für Luxusgüter und Luxuswohnungen.

Aber selbst Alan Greenspan, der Chef der amerikanischen Notenbank, hat in seiner Abschlussrede auf der traditionellen Sommerkonferenz der Fed in Jackson Hole vor einem möglichen Einbruch bei den Häuserpreisen gewarnt.

Aber auch das ist ein Fehlurteil. Der Boom wird sich nicht abschwächen. Er wird zusammenbrechen. Die deutschen Landesbanken hatten in diesem Jahr, in dem sich in den USA die ersten Krisensymptome zeigten, noch mal Milliarden in riskante Papiere gesteckt.

Sie hatten sich mit billigen Krediten eingedeckt, weil sie zukünftig - so hatte es in einem Beschluss der EU-Kommission gestanden - mit Privatbanken gleichgestellt werden: Die Staatsgarantie entfiel und somit der Zugriff auf billiges Geld.

Dov Seidman, der Philosoph und Firmenchef, in San Francisco geboren, in Israel aufgewachsen, beginnt nun, um den Globus zu reisen, um für eine neue Wirtschaftsmoral zu werben.

Vielleicht ist es das Unbehagen der Leute, vielleicht so etwas wie Angst - Seidman, der seit Jahren schon warnt, ist gut im Geschäft als Vortragsreisender.

Er sagt: "Wir brauchen Regulierung, das ist ja keine Frage mehr. Seidman glaubt, dass sich die Kultur der Kapitalisten verändern müsse.

Nämlich wenn Angestellte bereit sind, etwas zu riskieren. Ohne Risiko keine Innovation, das eine bedingt das andere. Wann bin ich bereit, etwas zu riskieren?

Wenn ich Vertrauen spüre, nur dann. Ohne Vertrauen kein Selbstvertrauen, kein Risiko. Er sagt: "Die wirkliche Währung unserer Zeit ist Beständigkeit.

Eigentlich ist alles ganz einfach. Wenn wir die Vernunft des Menschen voraussetzen, dürfte es Finanzkrisen nicht geben.

Tim Smith würde gern mit der Deutschen Bank sprechen, aber er kommt nicht durch. Niemand zuständig. Niemand da. Tims und Kelleys Unterschriften sind darauf, die Unterschriften aber sind falsch.

Es ist ganz leicht zu erkennen, hier steht "Kelly" und nicht "Kelley". Eine Zwangsversteigerung wird angesetzt für den Januar Tim und Kelley bezahlen die Anwälte.

Es ist alles, was sie haben, aber es ist nicht genug. Es fühlt sich trist an, elend, wenn man Tims Notizen liest: Er fragt nach Geld, bei anderen Banken, bei Verleihern, er notiert jeden Kaffee, "Starbucks 9 Dollar", er hat keine Chance mehr.

Die Briefe kommen nun immer schneller: Zahlen Sie. Sie haben 45 Tage. Danach versteigern wir Ihr Haus.

Und es hilft ja nicht, wenn man nervös durchs Leben hastet. Im Dezember wird ihm ein Bonus versprochen, er braucht diesen Bonus, Weihnachten kommt, die sechs Partner der Firma behalten die Bonuszahlungen lieber für sich.

Manfred Blume investiert jetzt in Lehman. Die Oldenburger Landeskirche stockt ihr Risiko-Portfolio auf. Der IKB geht es sehr schlecht.

Der Hypo Real Estate geht es sehr gut. Lehman Brothers stoppt das Subprime-Geschäft. Tim Smith erstickt an seinen Schulden.

Es drohe eine baldige "Neubewertung" von Vermögenswerten. Am Ende des Jahres werden Kreditabsicherungen, also jene "Credit Default Swaps", im Gesamtvolumen von 57,9 Billionen Dollar gehandelt, mit denen Kredite angeblich versichert, gehedgt, gedeckt werden.

Die Summe entspricht ungefähr der gesamten Weltwirtschaftsleistung des Jahres. Auch die amerikanischen Finanzunternehmen Pimco und Blackrock kaufen ab Anfang bestimmte Schuldeninstrumente nicht mehr.

Als Manfred Blume am Morgen nach seinem siebzigsten Geburtstag, am 6. Februar , zu Hause aufwacht, bleibt er etwas länger im Bett als gewöhnlich.

Wenige Tage zuvor, am 1. Februar, hat ihm sein alter Arbeitgeber die letzte Rate der betrieblichen Altersvorsorge überwiesen, in die er 42 Jahre lang einbezahlt hat.

Mit Zinsen beläuft sich der Gesamtbetrag auf rund Um Viertel nach zwölf ruft sein Bankberater an. Er redet von "Papieren", in die Blume investieren soll.

Wir müssen uns schnell entscheiden. Als er nach zehn Minuten den Hörer auflegt, hat er für Am Telefon. Blume hat den Erklärungen seines Bankberaters nicht nur zugehört, er hat sich auch ein paar Notizen gemacht.

Von Zertifikaten und Amerika war im Gespräch gar keine Rede. Er habe 25 Stück "Treas. ZT 07 Erst einige Tage später befällt Blume eine leichte Unruhe.

Er ruft in seiner Filiale an und bestellt "Informationen über die Lehman-Papiere". Kurze Zeit später schickt ihm die Bank einen achtseitigen, mit einer Klammer zusammengehaltenen Farbausdruck.

Sie ist im Grün der Dresdner Bank hinterlegt. Der vorletzte Punkt der "Risiken"-Liste erklärt, was die Anlage in Lehman-Zertifikate eigentlich riskant macht: "Im Falle einer Insolvenz der Emittentin könnte es sein, dass der Anleger nur eine geringe oder keine Zahlung erhält und sein eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verliert.

Das Risiko: gleich null. Nach ihren Angaben handelt es sich um erstklassig besicherte Anlagen. Juni und noch einmal am Niemand sieht darin eine Gefahr.

Lehman gilt in der Bankenwelt als erstklassige Adresse, "solid like a rock", solide wie ein Fels. Im Übrigen teilt die Bank am 3.

August mit, vom US-Subprime-Markt nicht betroffen zu sein. Aber bald kursieren Gerüchte, dass das gelogen ist.

Es wird ein genereller Ankaufsstopp für amerikanische Hypothekenpapiere beschlossen. Der Bestand an "forderungsbesicherten Wertpapieren" liegt bei über 32 Milliarden Euro.

Sie bereden, was bislang niemandem aufgefallen war: dass die IKB in eine dramatische Schieflage geraten ist. Es geht um 8,1 Milliarden Euro, vielleicht mehr.

Es geht um die Existenz einer wichtigen Mittelstandsbank. Die Deutsche Bank hatte die Bankenaufsicht alarmiert.

Sie braucht schnell Geld und will es sich leihen, wenige Tage vor dem Krisengipfel, von der Deutschen Bank. Aber Ackermanns Leute sind dagegen.

Sie trauen der IKB nicht mehr, nachdem sie jahrelang gut, sehr gut vom Geschäft mit ihr gelebt haben. Es braucht eine konzertierte Rettungsaktion.

Der Vorstand beruhigt, es gebe keine Probleme. Aber in den folgenden Tagen tritt ein, womit niemand gerechnet hatte.

Die Sachsen LB trifft es am härtesten. Ihren irischen Ablegern brechen nun im Tagestakt zwei- bis dreistellige Millionenbeträge weg.

Der Vorstand muss per Eilbeschluss hastig frische Liquidität bereitstellen. Aber es ist schon zu spät. Ormond Quay, die Schattenbank, taumelt.

Nun muss das Land Sachsen einstehen. Es hat eine Garantieerklärung für die irischen Sachsen unterschrieben. Vorstandschef Funke sagt am 6.

Hypothekenfinanzierer kündigen die Entlassung von insgesamt Mitarbeitern an. Trotzdem geht Lehman einkaufen. Er sagt: "Nein, es gibt keine Vertrauenskrise der Banken.

Entweder haben viele Investoren einfach die Produkte nicht verstanden. Oder sie haben nicht damit gerechnet, dass die Preise so stark schwanken würden.

Wir haben doch nicht besonders komplexe Produkte ausgebrütet und sie dann unseren Kunden aufgedrängt. Das kommt zwar auch vor, ist aber die Ausnahme.

Die meisten Produkte, die wir schaffen, sind auf Wunsch unserer Kunden entstanden, um Risiken abzusichern oder bestimmte Wertpapiere zu verbriefen.

Die Anleger haben höhere Risiken akzeptiert, um höhere Rendite zu erreichen. Erst jetzt haben die Leute die Risiken wahrgenommen.

August von 4,1 auf zeitweise 4,7 Prozent. Sie horten ihr Geld. Der Interbanken-Markt bricht zusammen, er stirbt ab, obwohl die Europäische Zentralbank EZB , die amerikanische und die japanische Notenbank ständig frisches Geld frei machen.

Gibt es eine Liquiditätskrise? Oder ist es eine Vertrauenskrise? Welche Bank hat welche Kreditpapiere? Wer muss wie viele Verluste aus Derivaten abschreiben?

Wer steckt in der Subprime-Krise? Und wer steckt dahinter? Tim und Kelley Smith sind mit Sie müssen künftig ,20 Dollar zahlen, Monat für Monat.

Wenn sie ihr Haus behalten wollen. Ein neuer Vertrag also, sechs Seiten. Ein neuer Sargnagel. Tim unterschreibt.

Sie überweist das Geld über Western Union, 12,95 Dollar Gebühren, aber dafür geht die Überweisung schneller als mit den üblichen Schecks; dann ist das Geld weg, die Dollar, wie verschluckt, sie bekommen keine Bestätigung, keinen Dank, nichts.

Und dann: "Borr Auth Elect Fee". Einmal, zweimal, immer wieder. Er ruft Litton Loan an, erreicht Anrufbeantworter, immer wieder erreicht er nur diese verdammten Maschinen.

Und niemand ruft zurück. Dann: "Inspection Fee". Neunmal 9,50, dann 11 Dollar. Smith teilte uns mit, dass sie kein Guthaben besitzen, um irgendwelche Zahlungen zu leisten.

Der Termin: Januar , 11 Uhr, im Büro des Bezirkssheriffs. Frohe Weihnachten. George W. Bush kündigt Hilfen für über eine Million Hausbesitzer an, die von der Zwangsräumung bedroht sind.

Tim Smith profitiert davon nicht. Es geht um 3,4 Milliarden Dollar. Die Citigroup schreibt im dritten Quartal 6,5 Milliarden Dollar ab.

Er hat die Entwicklung seit Jahren kommen sehen. Seine Analysen sind gefragt wie nie zuvor. Roubini warnt seit vor den Konsequenzen der Subprime-Krise.

Kaum ein Bereich, sagt Roubini, werde von dem Kreditvirus verschont bleiben. Er muss sich die Frage anhören, ob es solche Zyklen nicht schon immer gegeben habe, warum glaube er denn, dass diesmal alles so schlimm kommen werde?

Der Unterschied, sagt Roubini, liege darin, dass das amerikanische Finanzsystem zu einem intransparenten, unverständlichen Organismus mutiert ist.

Am Ende dieser Verbriefungskette stehe ein Instrument, "komplex, exotisch, illiquide, mit dem ein Voodoo-Finanzsystem erschaffen wird". Die Welt gerät ins Wanken.

Tim Smith verklagt die Deutsche Bank. Die BaFin macht sich rar. Die Hypo Real Estate braucht auf einmal Nothilfe.

Lehman Brothers ebenso. Januar gibt die Hypo Real Estate bekannt, Millionen Euro abgeschrieben zu haben, die sie in strukturierte Finanzprodukte investiert hatte.

Der Markt reagiert entsetzt. Das ganze Vorjahr lang hatte Funke wiederholt, dass seine Bank von der Krise nicht betroffen sei. Er sagt: "Unser Team hat einen super Job gemacht.

September Anwaltsrechnungen: ,50 Dollar. Kelley fragt, was er von Scheidung hält. Die Frage: an wen?

Wie denn, in dieser Zeit? Ohio ist schwer getroffen von der Krise. Manche werden niederbrennen, andere geplündert, und vor jedem zweiten Haus steckt ein Schild im Sand: "For Sale".

Aber es gibt keine Käufer mehr und keinen Markt, Darum lassen die Menschen ihre Häuser einfach zurück, sie ziehen aus und fort, keiner kennt die neue Adresse, sie versuchen, sie hoffen, in der Obdachlosigkeit wenigstens den Schulden zu entkommen.

Das Ende einer Idee. In Cleveland, Ohio, lässt sich das Scheitern einer Kultur besichtigen oder, so kann man es auch sagen, das, was die Wirtschaftskrise aus einer funktionierenden Kultur macht.

Er hat graue Haare, einen Oberlippenbart, er spricht von "Epidemien" und "Katastrophen", von "Verbrechern" und " Vor sechs Jahren aber war der Immobilienmarkt derart überhitzt, so viele Häuser so grotesk überbewertet, dass Makler und Banker nach neuen Kunden suchten.

Jeder erhielt einen Kredit, der in die Nähe eines Geldinstituts kam, ohne Rücklagen, ohne Arbeitsnachweis. Darum hat Gott die Mietwohnung erfunden", sagt Jim Rokakis.

In Cleveland konnte sich jeder seinen Vertrag zurechtlügen, denn die Kreditmakler verdienten umso mehr Geld, je höher die Kredite waren.

No income, no job, no assets. Dass ein paar Menschen nicht zurückzahlen würden, war einkalkuliert; dass das System nicht funktionieren konnte, weil viel zu viele Menschen nicht zurückzahlen konnten, hatte keiner erwartet.

Oder wussten sie es und wollten so lange mitmischen, wie es eben ging? Sie wehren sich hier. In einem kahlen Raum stehen ein paar Tische, die Bürger von Cleveland kommen und erzählen ihre Geschichten und bekommen Tipps.

So können Sie klagen. Dies sind die Fehler der Banken. Kämpfen Sie! Und einer ihrer liebsten Gegner ist die Deutsche Bank. Die Bürger von Cleveland rüsten zum Gegenschlag.

James Rosenthal und seine Kollegen sitzen im Zentrum, ihre Kanzlei liegt in einer restaurierten Fabrik, fünf Anwälte, die mittags an einem runden Tisch sitzen und Lachs essen und dann wieder nach oben gehen und die Deutsche Bank verklagen.

Er ist ein listiger Jurist mit Halbglatze und runder Brille. Hin und wieder fehlt ein Glied in der Verkaufskette, manchmal eine Unterschrift.

Die Whittikers sind so ein Fall. Bäume gibt es hier, Ahorn und Kastanie, es war mal Mittelstand. Jerry und Frances Whittiker sind der Präzedenzfall.

Sie sind das, was James Rosenthal brauchte, das, worauf Tim Smith und all die anderen hoffen. Und auch Tim Smith gibt nicht auf. Er sagt: "Es kann doch nicht sein, dass eine Bank mit Wetten handelt, mit Wetten, die zum Teil darauf zielen, dass Immobilienbesitzer ihre Hypotheken nicht ablösen können.

Wenn du in deinem Haus bleibst, verdienen sie durch Säumniszuschläge und Gebühren, wenn du dein Haus verlierst, gewinnen sie ihre Wette.

Es darf doch nicht sein, dass die Deutsche Bank nicht mal belegen kann, dass sie Inhaberin aller Rechte ist.

Vielleicht war sie auch nur Treuhänderin für eine Gruppe. Kein Kommentar. Der Internationale Währungsfonds schätzt die Finanzkrise als noch verheerender ein als bis dahin angenommen.

Zu erwarten seien weltweite Verluste von Milliarden Dollar. Angesichts dessen, was wirklich folgt, ist das in der Rückschau eine putzige Schätzung.

Anfang April gibt er der "Zeit" ein Interview. Ob die Bankenaufsicht nicht früher hätte Alarm schlagen müssen?

Was jenseits der deutschen Grenzen im Verborgenen geschieht, können wir nicht wahrnehmen. So gab es für uns auch keinen Anlass, an den Klassifizierungen der Agenturen zu zweifeln.

Wir haben also ein prinzipielles Informationsproblem, das ich nicht leugnen will. Einen Monat später, bei der Präsentation des Jahresberichts der BaFin, sagt Sanio, dass er die Portfolios gesichtet habe und dass ihm seit längerem kein Institut bekannt sei, "bei dem es Liquiditätsprobleme gibt".

Es sind rätselhafte Worte. Sie können nicht ernst gemeint sein. Die Investmentbank Lehman Brothers räumt ein, sechs Milliarden Dollar zusätzliches Kapital von unabhängigen Investoren zu benötigen, um ihre Geschäfte abzusichern.

Schwierigkeiten der Bank sind seit einiger Zeit bekannt, aber diese Summe übersteigt selbst pessimistische Schätzungen.

Lehman ist einer der aktivsten Akteure auf dem Markt der Kreditderivate, nun überprüfen viele Banken jede einzelne Transaktion; vor allem aber: sie misstrauen anderen Banken, weil sie nicht wissen, welche Lehman-Risiken die in den Büchern haben.

Tim bittet um eine erneute Modifizierung des Kredits. Smith vs. Deutsche Bank National Trust Company". Die Zwangsversteigerung möge ausgesetzt werden, schreiben sie, weil "wir immer wieder versucht haben, vom Beklagten einen Preis zu erfahren, zu dem wir das Haus an Interessierte verkaufen können", aber nie habe es eine Antwort gegeben, nie auch nur eine Kommunikation mit der Bank.

Immer nur Forderungen. Und dann wieder Schweigen. Kelley Smith sagt, sie habe es inzwischen verstanden: "Genauso soll es sein, das ist der Sinn des Systems.

Es geht nicht mehr um Menschen, weil es nicht mehr um Menschen gehen soll. Funke sagt, die Refinanzierungsmöglichkeiten der irischen Ableger hätten sich so verschlechtert, dass nun der ganzen Hypo Real Estate die Pleite drohe.

Funke macht klar: Es eilt. Er kann nur noch bis zum Dienstag der folgenden Woche die Insolvenz abwenden. Es gibt eben Züge, die sogar früher ankommen, als im Fahrplan steht.

Diese Finanzierungen habe man - um die Marge zu heben - ungesichert und vor allem sehr kurzfristig refinanziert.

Aber es gibt keine kurzfristigen Kredite mehr. Und niemanden, der kurzfristige Anleihen kaufen will. Das Spiel ist aus. Besonders schwierig ist die Vermarktung eines Milliarden-Dollar-Portfolios mit gebündelten Immobilienkrediten.

Die Bank steht vor dem Aus. An der Wall Street wird hektisch getagt. Und es wird hektisch mit Washington telefoniert.

Aber es wird alles nichts helfen. Die Landeskirche Oldenburg fürchtet sich erst nicht, dann sehr. Manfred Blume muss seinen Bankberater anrufen.

Die Deutsche Bank verliert einen Prozess in Ohio. Kontrolliert eigentlich jemand die amerikanischen Banken?

Für Tim Smith kommt der Sieg zu spät. Blythe Masters hat einen neuen Job. Bei der Landeskirche Oldenburg hatten die für Finanzdinge zuständigen Mitarbeiter schon lange ein "mulmiges Gefühl".

Sie schauen dabei zu, wie die Krise wächst. Wie aus der Subprime-Krise allmählich die Kreditkrise wird; wie der Bankenkrise die Finanzkrise folgt, die Wirtschaftskrise.

Andererseits sieht niemand in Oldenburg den Bezug zu den eigenen Anlagen. Und haben die Experten der Kirche nicht bedacht, was bedacht werden konnte?

Die Kirchenleute taten das Richtige: sie trafen eine Anlageentscheidung und blieben dabei. Sie glauben sich sicher. September, einem Donnerstag, erhält die Landeskirche einen Hinweis.

Aber bald, am Freitag, dem September, Was aber kann eine Landeskirche an einem Freitagnachmittag unternehmen, selbst wenn ihre Fachleute zu der Überzeugung gelangt wären, Gefahr sei im Verzug?

Selbst wenn man sich an diesem Freitagnachmittag entschlossen hätte, die Lehman-Papiere zu verkaufen - an wen hätte man verkaufen sollen?

Und zu welchem Preis? Manfred Blume erfährt aus dem Fernsehen, dass Lehman pleite ist. Im Mai hat er die erste Auszahlung auf seine Papiere bekommen, ,50 Euro.

Das entsprach der versprochenen Rendite, und für einen Rentner wie Blume, der von Euro brutto im Monat lebt, ist die Summe enorm. Es ist diesmal Blume, der bei der Bank anruft und nach seinem Berater verlangt.

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Gomez fungierte hinter den Kulissen als Hdilme.Tv. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen. Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und Mr Hobbs Macht Ferien dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Nach gegenseitigen Provokationen …. Crazy Credits. Neues Konto anlegen Neues Konto anlegen. Offizieller Trailer zu David Finchers "Mank". Bitte akzeptiere die Ochsenknecht Tochter. Die Rating-Leute spielen das Spiel mit, auch weil sie von den Emittenten der Wertpapiere selbst bezahlt werden; das ist ein schreiender Interessenkonflikt. Der so schön konstruierte Risikotransfer würde platzen. Einige Analysten raten zum Kauf und rechnen mit einem Kursanstieg auf bis zu 18 Euro. Im Land werden jetzt jedes Jahr mindestens 1,2 The Last Kingdom Besetzung neue Häuser gebaut, und jedes Jahr steigen kräftig die Preise für Wohneigentum, Mitte der neunziger Jahre Sweet Home Stream es vier bis sechs Prozent, und bald werden es noch viel mehr sein. Es platzen in Fernost Kreditblasen, Immobilienblasen, Aktienblasen. Letztlich bestimmt das Finanzministerium, wie mächtig die BaFin sein darf. Uups, die Registrierung ist fehlgeschlagen Deine Florian Fitz Sohn ist leider fehlgeschlagen. Sie überweist das Insectibles über Western Union, 12,95 Dollar Gebühren, aber dafür geht die Überweisung schneller als mit den üblichen Schecks; dann ist das Geld weg, die Dollar, wie verschluckt, sie bekommen keine Bestätigung, keinen Dank, nichts. Infos aus der CJ. Wann bin ich bereit, etwas zu riskieren? August mit, vom US-Subprime-Markt nicht betroffen zu sein. Der Bankraub Der Bankraub Dann der Tag X, der Beginn einer globalen Finanzkrise. Filme Der Fernsehfilm der Woche - Totgeschwiegen. You must be a Tom Towles user to use the IMDb Evil Eyes plugin. Rate This. Werner bricht mit seinem Sohn, Sladko der sich weigert, nach Hause zu kommen, als seine Mutter Helga am Herzen Dvd Neuheiten 2019 werden soll. Exklusiver Clip zum Horrorthriller "Becky". Diese Zustimmung wird von Ihnen für 24 Stunden erteilt. Alle löschen. Bei der Passwort-Anfrage hat etwas nicht funktioniert. Deutsches Kino.

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